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Was tun gegen Kater?

 

Muss ich sterben? Nein, vermutlich nicht heute.

Aber befolge ein paar Regeln, dann gehts dir schnell besser.

 

 

 

Die letzte Nacht war gut. Sie war richtig gut! Allerdings war das ein oder andere Glas wohl Zuviel. Wahrscheinlich war das letzte Glas schlecht. Zumindest wirkt es so. Die Glieder sind schwer. Der Kopf brummt und der Magen fühlt sich an, als hätte er sich einmal umgedreht. Warte, hat er das nicht gestern sogar noch? So oder so ähnlich, haben wir uns alle schonmal gefühlt. Oder fühlen uns genau in diesem Moment, während wir verzweifelt diese Zeilen zu lesen versuchen. Deshalb, bevor ich etwas aushole für die Interessierten, komme ich gleich zum Wesentlichen.


Was sind die besten Mittel gegen einen Kater? 


Ich meine so einen ausgewachsenen. Nicht ein kleines, süßes Katerchen. 

Diese Mittel helfen Dir wieder fit zu werden:


1. Trink viel Wasser
2. Genieße eine gute Mahlzeit 
3. Gib dir extra Vitamine 
4. Gönn dir viel Schlaf
5. Beweg dich an der frischen Luft
6. Trink viiiel Wasser!


Warum fühle ich mich nach einer durchzechten Nacht so schlecht?


Der Alkohol spielt ein betörendes Lied am Abend. Am Morgen bleibt davon allerdings nur ein blechernes Scheppern. Als würde man schwere, rostige Metallplatten übereinander schieben. Ohne Schmiere versteht sich. Und im schlimmsten Fall fühlt es sich an, als läge man direkt dazwischen.


Der Grund dafür ist recht simpel. So schön der Alkohol nach Genuss auch betören mag, umso unschöner sind die Nebeneffekte. Denn Alkohol ist ein Zell- und Nervengift. Um mit dieser Belastung klarzukommen, wird vor allem die Funktion der Leber genutzt. Sie ist es nämlich, die schädliche Stoffe aus dem Blut filtert. Dort spaltet das Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) den Alkohol in Azetaldehyd. Um dies zu tun, braucht Sie einen bestimmten Druck. Diesen erzeugt Sie mit Hilfe von Mineralstoffen und vor allem Wasser. Viel Wasser. Durch dieses Arbeiten im Hochdruck werden also Unmengen an Wasser im Körper an einem Ort gebunden. Dieses Wasser wird dann nicht wie gewohnt in den Nieren resorbiert, sondern einfach mit den Giftstoffen ausgeschieden. Dieses Wasser fehlt dem Körper. 


Natürliche Mittel gegen Kater


Deshalb Regel Nummer 1: Viel Wasser trinken! Am besten schon beim Genießen. Zum Wein oder zum Whiskey geht das ganz gut. Pro Glas Wein, ein Glas Wasser ist die Regel. Dann bekommt man auch keinen Kater.


Ganz so einfach ist es aber auch nicht. Denn es kommt auch immer ein wenig darauf an, mit was man sich berauscht. Ich hatte schonmal, ohne stolz drauf zu sein, mehrere Flaschen Wein an einem einzigen, grandiosen Abend mit Freunden und war am nächsten Tag klar wie ein Gebirgsbach. Allerdings hatte ich auch schonmal „nur“ ein paar kleine Bier und einen Shot norwegischen Moonshine und konnte am nächsten Morgen kaum aufstehen. Alkohol ist eben nicht gleich Alkohol. Umso mehr Fuselalkohole im Spiel sind, umso dicker wird der Kopf am nächsten Tag sein. 


Das Wasser, dass wir durch die erhöhte Leber und Nierenfunktion ausscheiden spült so einiges an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen aus dem Körper. Dadurch fühlen wir uns am nächsten Tag, im wahrsten Sinne des Wortes, ausgelaugt.

 

Deshalb Regel Nummer 2: Gönn dir eine gute Mahlzeit. Denn eine gute Mahlzeit kann schon Abhilfe schaffen. Am besten sollte man auf die Pizza verzichten. Sie enthält nur hohle Kohlenhydrate, fast vitaminlosen Belag um fetten Käse.  Auch wenn es grade verführerisch klingt und das Pizzataxi schnell da wäre, lass es. Ich empfehle dir Hühnerkraftbrühe mit ordentlich viel Einlage. Erstens spendet sie Wasser. Zweitens sind die darin gelösten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente gut vom Körper aufzunehmen. Und drittens spart man sich das anstrengende Kauen. Das Hühnchen spendet viel Vitamin B3 (Niacin), ein echtes Wundermittel, das der Körper für den Abbau des Alkohols dringend benötigt. Sellerie spendet Kalium, Kalzium und Magnesium. Das hilft deinen müden Muskeln wieder fit zu werden. Möhren spenden viel Mineralstoffe und einen Haufen Provitamin A. Das hilft dabei wieder klar zu sehen. Ein frisch gequirltes Ei spendet Energie, eine Menge Vitamin B2 und wirkt prima als Antioxidant. Alles in Allem, eine leckere Wellnesskur aus tiefen Tellern. Ohne viel Arbeit. Einfach alles in einen Topf geben, mit Wasser aufgießen und 35 Minuten warten. Fertig. Besonders Vitamine helfen dabei deine Vitalität wieder zu erlangen.

 

Deshalb Regel Nummer 3: Gönn deinem Körper Vitamine! Diese nimmst du am besten mit Obst und Gemüse zu dir. Ein Apfel reicht aber auch vorerst. Aber Hauptsache nicht schälen! Denn bis zu 70 Prozent der Vitamine und Mineralstoffe sind in der Apfelschale oder direkt darunter. Die Schale ist reich an Kalium, enthält Kalzium, Magnesium, ungesättigte Fettsäuren und bioaktive Substanzen. Wer Äpfel schält, schält also auch die Vitamine ab. Im Zweifel hilft auch ein Maßkrug mit Vitamin-Brausetabletten und 2 Parazetamolpillen. Aber frische Früchte sind immer besser! Die Vitamine kann der Körper besser aufnehmen und sie enthalten auch viel Wasser, das jetzt bekanntermaßen vom Körper dringend benötigt wird.


Während des Schlafens kann der Körper am besten regenerieren. Wir kennen das alle nur zu gut von der letzten Krippe. Berauscht ist es allerdings so, dass der Schlaf nicht so erholsam ist, weil man die erholsamste Phase des Schlafens, die REM – Phase (REM steht für Rapid Eye Movement) überspringt. So brauchen wir einfach mehr davon um den gleichen Erholungseffekt zu erlangen.

 

Deshalb Regel Nummer 4: Viel Schlaf und Ruhe.


Wenn du, viel Wasser getrunken, die kräftige Suppe gegessen und ein weiteres Nickerchen gemacht hast, gönn dir den Apfel. Am besten mit einem kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Sauerstoff hilft immer. Und damit der auch anständig im Körper verteilt wird, musst du dich bewegen. Das macht den Kopf wieder frei und die müden Glieder werden wieder munter.

 

Deshalb Regel Nummer 5: Bewegung an der frischen Luft.


Danach solltest du wieder weitestgehend hergestellt sein. Fühlst du dich immer noch matt und fertig, fange wieder bei Regel 1 an und hangle dich durch. Morgen ist ein neuer Tag.
Abschließend sind noch ein paar Worte zur berühmt-berüchtigten Konterhalben zu sagen. Sie mag zwar einen tollen Namen haben, aber wirklich wohltuend ist sie nicht. Der darin enthaltene Alkohol lässt dich (im besten Falle) zwar die Leiden deines Körpers vergessen, aber das rächt sich doppelt und dreifach in der Zukunft. Alkohol macht süchtig!


Denk immer daran, es gibt Menschen denen es grade noch VIEL schlechter geht als dir. Und wer nicht genießt, wird ungenießbar. Also nimm dir die Zeit zur Regeneration und freue dich auf die nächste gute Nacht mit deinen Freunden. Und bis dahin, das Genießen nicht vergessen!


Wie beuge ich einen Kater vor?


Wie in den meisten anderen Bereichen im Leben unterscheiden sich die erfahrenen Profis von den ahnungslosen Anfängern vor allem in der richtigen Vorbereitung. Mein hoch geschätzter Restaurantleiter während der Ausbildung sagte immer: „Man kann jeden Kampf gewinnen, so lange die Vorbereitungen stimmen.“ Ein Satz der mich seitdem begleitet und auf viele weitere Bereiche im Leben Anwendung findet. Um die ungeduldigen Leser nicht zu sehr zu fordern hier erstmal


Die besten Methoden einen Kater zu verhindern:


1. Nicht saufen, sondern genießen
2. Viel Wasser trinken
3. Vorher eine gute Grundlage schaffen
4. Erdnüsse snacken
5. Zwischendurch Pausen machen
6. Nicht durcheinandertrinken


Die beste Methode einen Kater vorzubeugen ist es nicht zu saufen. Damit meine ich das sinnlose immer mehr in-sich-hinein-Kippen. Man sollte jeden Schluck bewusst genießen. Bei dieser Methode fällt auf, dass man eher darauf achtet hochwertige Genussmittel zu sich zu nehmen. Diese werden meist in kleineren Schlucken getrunken und zwischen den einzelnen Schlucken finden sich größere Abstände um das Getrunkene auch richtig wahrzunehmen.
Viel Wasser nebenbei trinken ist neben dem Verzicht aufs Saufen wohl das beste Mittel um nicht unter den lästigen Nebenwirkungen des Alkoholkonsums zu leiden. Man gleicht somit die durch den Alkoholgenuss verstärkte Wasserausscheidung wieder aus. Das verhindert nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch das fiese Schlaffheitsgefühl am nächsten Tag.

 

Außerdem: Gut gerüstet, ist halb gewonnen. Eine gute Grundlage hilft beim verarbeiten des Alkohols. Wenn unser Nährstoffhaushalt mit genügend Mineralstoffen und Vitaminen vor dem Alkoholgenuss richtig aufgefüllt ist, kann der Körper mit der Belastung besser umgehen. Alle nötigen Bestandteile um den Alkohol abzubauen sind zur genüge vorhanden und verhindern das auszehren der Reserven. Dadurch leidet unser Gewebe weniger die sonst die Reserven bereitstellen würden. Bindegewebe, Muskeln, Knochen, Gelenke und Nervensysteme werden also weniger belastet. Häufig hört man, dass eine gute Grundlage viel Fett enthalten soll. Das Fett sorgt tatsächlich dafür, dass der Alkohol etwas langsamer aufgenommen wird, verhindert es aber nicht. Somit stimmt diese Aussage nur teilweise.


Ein Klassiker aus der Barkultur hilft schon beim Trinken gegen den Kater. Erdnüsse zwischendurch können keine Wunder bewirken, aber unterstützen den Körper durch ihren hohen Anteil an Vitamin B3. Denn Niacin (Vitamin B3) kann vom Körper leicht in ein Enzym (NAD) umgewandelt werden, welches als wichtiger Teil der Alkoholdehydrogenase für den Abbau von Alkohol zuständig ist.


Eine Pause von Zeit zu Zeit hilft dabei zu realisieren wann genug ist.  Außerdem führt man sich in der Zeit schonmal nicht noch mehr potenziell schädlichen Alkohol zu. 
Den letzten Rat den ich geben kann ist: Nicht zu viel durcheinandertrinken. Wenn man sich mal auf ein Getränk ‚eingeschossen‘ hat, sollte man nach Möglichkeit auch dabeibleiben. Das hilft dabei den Effekt eines weiteren Glases besser abschätzen zu können. Wenn man wild durcheinandermischt, wird das schwierig. 

 

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